Aktuelles

Herzlich Willkommen in der
Astronomischen Station Johannes Kepler Kanena

Heute morgen konnte man alle mit bloßen Auge sichtbaren Planeten gleichzeitig gegen 4 Uhr sehen. Dazu gesellte sich noch die
Ist das nun ein Supermond? Das ist ganz von der Definition abhängig. Für die Medien muss es so oft wie

die nächsten Termine

  • 6Jul2022
    Der Sternenhimmel im Juli
    Mittwoch um 19:00 Uhr, Planetarium Kanena
    Wir laden Sie recht herzlich ein, gemeinsam mit uns einen Blick auf den Sternenhimmel im Juli zu werfen.

  • 7Jul2022
    Schulveranstaltung im Planetarium
    Donnerstag um 10:00 Uhr,
    Geschlossene Veranstaltung; Wollen auch Sie das Planetarium für Gruppenveranstaltungen, Geburtstage oder für andere Gelegenheiten nutzen? Dann schreiben Sie uns an: kontakt@planetarium-kanena.de.

  • 9Jul2022
    Öffentliche Beobachtung
    Samstag um 22:00 Uhr, Planetarium Kanena
    Bei klarem Himmel beobachten wir in der Sternwarte Kanena den Mond, sichtbare Planeten und verschiendene „Deep Sky“ Objekte. Die Veranstaltung findet nur nach Anmeldung statt: kontakt@planetarium-kanena.de.

     20xx
Weitere Termine
alle zukünftigen Termine und was wir sonst noch für Sie vorbereitet haben

(Änderungen vorbehalten)

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Planetenparade am Morgenhimmel

Heute morgen konnte man alle mit bloßen Auge sichtbaren Planeten gleichzeitig gegen 4 Uhr sehen. Dazu gesellte sich noch die abnehmende Mondsichel. Die beiden äußersten Planeten stehen zwar auch noch dazwischen, sind aber nur mit Teleskop zu sehen.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
24.06.2022 gegen 04:00 Uhr
Canon 6ooD mit Weitwinkel  bei ISO 800,
Einzelfotos, Belichtungszeit 2s
bearbeitet mit Photoshop

Wie ist das mit dem Supermond?

Ist das nun ein Supermond? Das ist ganz von der Definition abhängig. Für die Medien muss es so oft wie möglich super sein. Dann ist jeder Vollmond, der der Erde näher kommt als 360 000 km, ein Supermond. Das passiert dieses Jahr dreimal. Den Astronomen reicht ein Supermond jedes Jahr aus. Das ist dann der erdnächste eines jeden Jahres. Und der hier ist es nicht. Denn der Vollmond am 13.07. kommt der Erde noch 200 km näher als dieser hier. Und das ist dann der wahre Supermond 2022.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
14.06.2022 um 23:50 Uhr
Canon 6D mit Celestron 8  bei ISO 200,
Einzelfoto, Belichtungszeit 1/160 s
bearbeitet mit Photoshop

Barnards Pfeilstern

ist der viertnächste Stern und nur 6 Lichtjahre entfernt. Er ist als gelbroter Stern und mit einem kleinen Teleskop gut zu erkennen. Er heißt Pfeilstern, weil er die größte Eigenbewegung aller Sterne aufweist. Den Vollmonddurchmesser legt er bereits in 200 Jahren zurück. Mit bloßem Auge kann man diese Bewegung nicht erkennen.

Verfolgt man ihn aber fotografisch über Jahre, lässt sich diese Bewegung leicht nachweisen. Dieses Bild entstand durch Addition von Aufnahmen aus den Jahren 2012 bis 2022 im 2-Jahres-Rhythmus. Durch unterschiedliche Aufnahmetechniken erscheint der Stern unterschiedlich hell.

Aufnahmedaten für das obere Foto:
Halle-Bruckdorf
24.04.2022 ab 00:10 Uhr
Canon 6D mit Celestron 8  bei ISO6400,
10 Einzelaufnahmen mit jeweils 15s Belichtungszeit wurden addiert,
bearbeitet mit Photoshop

Neues aus der Bastelecke: Mir geht ein Licht auf!

Früher war alles besser

Unser historischer Sternenprojektor läuft und läuft – wirklich robuste Technik. Aber die Lämpchen für Planeten- und Zusatzprojektoren sind doch ein sehr seltenes Gut geworden.

original Projektorlampe, z14 6V 5W

Narva hat seiner Zeit diese tollen Projektionslampen hergestellt (man das ist jetzt fast 60 Jahren her !). Der kompakte Glühfaden wird durch einen „Zentriersockel“  mit metrischen Gewinde genau in der richtigen Position gehalten, um eine perfekte Ausleuchtung zu garantieren.

Update 1

Das VEB Narva Kombinat Berliner Glühlampenwerke (und auch die angegliederten Werke in anderen Städten) liefert leider seit Jahrzenten keinen Nachschub mehr. Das wäre das Aus für unser Planetarium wenn nicht solche engagierten Leute wie Herr Huthoff von astronics.org mit einer eleganten Lösung unsere Bestände aufgefüllt hätten.

Da wurde auf eine Glühlampe mit Mini Edison Sockel – auch bekannt als E10 – ein Zetriergewinde aus Messing aufgelötet.

Ersatzlampe mit verlötetem Zentriersockel

Schon recht lange strahlen unsere Planetariums-Planeten mit diesen umgebauten 6V „Fahradglühlämpchen“ – ein wirklich gelunger Ersatz.

Doch mit der Zeit werden nun auch diese Bestände lichter.

Update 2

Als historische Einrichtung wollen wir unseren Projektor aber nicht komplett umbauen, sondern so gut es geht im original Zustand erhalten.

Take 1: Die Plastik-„Lösung“

Als Technik-Nerd vom Dienst denkt man sich natürlich als erstes: „Nimmst ’n 3D Drucker!“. ..eine saublöde Idee, denn so ein thermoplastisches Material macht was es will, wenn es warm wird und hat zielsicher ein kleinen Kurzschluss produziert.

Take 2: der Baumarktansatz

Erstmal muß das erwähnte Gewinde nachgefertigt werden, sonst bekommen wir die neue Leuchte nicht in den alten Projektor.

Es handelt sich um ein M12 Feingewinde mit Gewindesteigung 0,75. Da wäre ein Gewindeschneider gut – gerade dieser ist aber zufällig nicht in der Schublade.

Shopping! Im Fachhandel findet sich das gesuchte Werkzeug.

Gewindeschneider M12 x 0,75

 

Und nun geht es ab in den Baumarkt, denn man braucht etwas zum zerspahnen.
Eine Alustange mit knapp 12mm Durchmesser (Vollmaterial!) ist angenehm billig und läßt sich gut mit dem Schneideisen in Form bringen.

Siegessicher sind die Stangen in Kleinserie auf der Drehbank ausgebohrt um ein Gewinde bereichert und in handliche Stücken gesägt.

„Auf zum Lötkolben!“ Trotz bessern Wissens hat sich wiedereinmal erst in der Praxis bestätigt, wie schlecht sich Aluminum verlöten läßt. Naja für irgenwas werden diese Alu-Ringe mit M12 Feingewinde irgendwann vielleicht mal zu gebrauchen sein.

Take3: Abgucken beim Profi

Wie wir weiter oben gesehen haben, scheint Messing die bessere Wahl zu sein, wenn es nach dem Zerspahnen ans Löten gehen soll.

..und wieder Shoppig! (Das kommt doch öfter vor als man glaubt)
Der Technik-Versender des Vertraunes liefert auch Messing – im richtigen Durchmesser – mit Bohrung – aber nicht ganz so billig!

Messing Rohmaterial

 

Dann wieder das gleiche Spiel: auf der Drehbank auf das Richtige Maß geschnitten wird dem Rohr anschließend mit Gewindeschneider zugesetzt bevor die Säge mundgerechte Häppchen bereitet.

Messingrohr in der Drehbank

 

Und damit die Finger heile bleiben, schleifen wir am Tellerschleifer noch jeden überstehen Grat ab.

Szene nachgestellt

Das Zwischenergebnis sieht dann schon ganz gut aus.

Messingring mit M12 Feingewinde

Weil die Glühlampen für gewöhnlich schneller durchbrennen als man Lust auf die Löterei hat, ist es dieses Mal oberstes Ziel, einen E10 Innengewinde einzubauen. Dafür zerstören wir einfach ein paar E10 Schraubfassungen mit dem bewährten Tellerschleifer.

Fassung mit E10 Gewinde

 

Was vom Gewinde übrig bleibt, lötet sich jetzt prima mit einer Heißluftpistole in den vorbereiteten Messingring. Eine hölzerne Halterung und ein großer Schraubstock verhindert, daß die Finger mit angelötet werden.

Lötvorgang

Und nach dem wir uns so abgemüht haben, können in der neuen Adapterlösung zur Not auch LED-Lampen mit E10 Sockel eingeschraubt werden.

Auch wenn unsere Lösung nicht so perfekt ist wie die Version von den Profies, sind wir ganz zufrieden. Die ersten Vorträge sind schon gelaufen und niemand hat den Unterschied bemerkt – schonmal ein gutes Zeichen. Nur, daß plötzlich Merkur und Mars wieder zu sehen sind, hat viele beruhig.

Eine echtes Highlight!

Sonnenflecke

bewegen und verändern sich innerhalb von Tagen. Das ist im Vergleich der beiden Fotos im Abstand von 5 Tagen deutlich zu erkennen.

Am 23.04.2022:

Am 18.04.2022:

 

Und noch eine Vergrößerung der der großen Gruppe am 23.04.2022:

 

 

Vorverkauf für Museumsnacht in Halle und Leipzig gestartet

Am heutigen 11. April ist der Vorverkauf für die Museumsnacht am 7. Mai gestartet, zu der die Städte Halle (Saale) und Leipzig nach zwei Jahren Corona-Zwangspause gemeinsam mit 80 Museen und Sammlungen einladen. Und auch das Planetarium Kanena ist mit dabei!

Insgesamt sind mehr als 300 Veranstaltungen geplant. Tickets können nur über die Webseite www.museumsnacht-halle-leipzig.de und an ausgewiesenen Vorverkaufsstellen in beiden Städten erworben werden.

Die Eintrittskarten werden in zwei Kontingenten erhältlich sein. Das erste steht bis Ende April zur Verfügung. Abhängig von der Pandemielage werden dann weitere Tickets zum Verkauf freigeschaltet. Wichtig: In den teilnehmenden Museen wird es zur Museumsnacht keine Abendkasse geben. Kurzentschlossene Besucherinnen und Besucher haben aber die Möglichkeit, bis 24 Uhr online ein Ticket zu erwerben.

Museumsnacht Halle Leipzig 2022

Der Preis beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro bzw. 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre ist der Eintritt frei. Sie müssen sich aber dennoch über die Webseite oder die Vorverkaufsstellen ein kostenloses Ticket besorgen, um einerseits das Kartenkontingent einhalten und andererseits das Angebot des kostenfreien ÖPNV nutzen zu können.

Auch in diesem Jahr verbinden Sonderlinien für alle Ticketinhaber gratis die Museen in Halle und in Leipzig. Außerdem gelten die Eintrittskarten (einschließlich der Kinder und Jugendtickets) von 16 Uhr bis 3 Uhr am Folgetag als Fahrkarte für die öffentlichen Nahverkehrsmittel in und den S-Bahnverkehr zwischen Halle und Leipzig.

Faltpläne mit den Sonderlinien und einem Überblick der teilnehmenden Einrichtungen sind in allen teilnehmenden Museen, den Tourist-Informationen und an vielen weiteren Orten erhältlich. Von 18 bis 24 Uhr werden zahlreiche Sonderausstellungen, Führungen, Konzerte, Performances, Filme und vieles mehr präsentiert. Viele Einrichtungen bieten ein spezielles Programm für Kinder und Jugendliche an.

Um die erwarteten Besucherströme räumlich und zeitlich zu verteilen, wird es auf der Webseite www.museumsnacht-halle-leipzig.de eine Übersicht der Auslastung der Einrichtungen in Echtzeit geben. Daran können sich die Gäste der Museumsnacht bei der Auswahl ihrer Ziele für den Abend orientieren.

Alle Informationen zum Ticketverkauf, zum Programm und zur Orientierung sind ab heute unter www.museumsnacht-halle-leipzig.de zu finden.

Der Sternenhimmel im April

Unsere Sternkarte zeigt den gestirnten Himmel für 23 Uhr Sommerzeit. Dann wird der Sternenhimmel von den Frühlingssternbildern beherrscht. Genau in Südrichtung findet man jetzt das Sternbild Löwe, dessen Figur in der Tat an eine liegende Raubkatze erinnert. In südöstlicher Richtung sorgen zwei Lichter für Aufmerksamkeit: Spica, Hauptstern der Jungfrau, und höher am Himmel der orange Arktur im Sternbild Bootes. Arktur, Spica und Regulus spannen das sogenannte Frühlingsdreieck auf.

Der Große Wagen (ein Teil des Sternbildes Großer Bär) ist jetzt senkrecht über unseren Köpfen zu finden. Zwischen ihm und dem Löwen haben nur die unscheinbaren Sternbilder Kleiner Löwe, Jagdhunde und das Haar der Berenike ihren Platz. Ähnlich verhält es sich mit dem Gebiet zwischen Löwe und Horizont: Hier schlängelt sich die lichtschwache Wasserschlange, der Sextant tritt kaum hervor, meist kann man nur Becher und Rabe aufgrund der prägnanten Formen erkennen.

VdS-Sternkarte April 2022
Sternkarte – April 2022 (VdS)

Die Planeten im April 2022

Merkur schwingt sich Ende April zu seiner besten Abendsichtbarkeit des Jahres auf. Ab der Monatsmitte kann man ihn gegen 21 Uhr MESZ aufsuchen, um den 23.4. bieten sich in der Zeit um 21:30 Uhr die besten Sichtbarkeitsbedingungen. Erfahrene Beobachter können Merkur bis Anfang Mai am Abendhimmel verfolgen.

Venus ist auch im April der hellste Planet am östlichen Morgenhimmel, aber nicht der einzige. Rechts von ihr stehen Mars und Saturn, der Abstand zur Venus nimmt im Laufe des Monats deutlich zu. Ende April/Anfang Mai wird Venus nah an Jupiter vorbeiziehen.

Mars wird am Morgenhimmel zunehmend besser sichtbar. Am 5.4. läuft er knapp unterhalb von Saturn vorbei und am 25./26.4. steht der Mond unter den beiden Planeten.

Jupiter entfernt sich am Himmel wieder deutlich von der Sonne, der Riesenplanet taucht auch über dem östlichen Morgenhorizont auf. Am 30.4. treffen Jupiter und Venus in nur 15 Bogenminuten (eine halbe Vollmondbreite) Abstand aufeinander.

Saturn führt die morgendliche Planetenparade an. Am 5.4. steht Mars nur 19 Bogenminuten von Saturn entfernt.

Uranus ist nur in den ersten Apriltagen noch am Abendhimmel aufzufinden. Am 3.4. steht die schmale Sichel des zunehmenden Mondes in knapp einem Grad Abstand unterhalb von Uranus.

Neptun stand Mitte März zusammen mit der Sonne am Taghimmel und taucht im April nachts noch nicht wieder auf.

(Quelle: Vereinigung der Sternfreunde e.V.: sternfreunde.de)