Das Sommerdreieck

beherrscht den Abendhimmel. Gegen 22 Uhr steht es hoch im Süden. Durch das Sommerdreieck zieht sich die Milchstraße.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
04.09.2021 um 21:45 – 22:15 Uhr
Canon 6D mit 24mm Brennweite
ISO 6400 und 10s belichtet
bearbeitet mit Photoshop

 

Saturn

ist zwar leicht am Südhimmel aufzufinden. Aber durch seine geringe Höhe über dem Horizont sind Oberflächendetails schwer zu erkennen. Die Ringe sind schon in einem kleinen Teleskop gut zu sehen.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
02.09.2021 um 21:30 Uhr
Canon 6D mit Celestron 8 und 2x Barlow
ISO 800, Addition von etwa 1000 Einzelaufnahmen,
bearbeitet mit Photoshop

Jupiter

ist gerade ein lohneswertes Beobachtungsobjekt. Schon kurz nach Sonnenuntergang geht er im Südosten auf und ist die ganze Nacht zu sehen. Auf diesem Foto sieht man Einzelheiten auf der Oberfläche und die 4 Gallileischen Monde (v.l.n.r.: Kallisto, Io, Europa und Ganymed).

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
24.08.2021 um 22:30 Uhr
Canon 6D mit Celestron 8 und 2x Barlow
ISO 200, Addition von etwa 800 Einzelaufnahmen,
bearbeitet mit Photoshop

Messier 29

heißt auch Kühlturmhaufen oder Kleine Plejaden. Er ist ungefähr 4 000 Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Schwan. Durch die Lage mitten in der Milchstraße ist es schwierig, die Anzahl der zugehörigen Stern zu ermitteln. Sie schwankt zwischen 20 und 300. Im Fernglas erscheint M 29 als schwacher Nebelfleck. Gegen Mitternacht steht er 70 Grad hoch im Süden.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
29.07.2021 um 23:45 Uhr
Canon 6D mit Celestron 8
ISO 6400s, 30 x 30  belichtet,
bearbeitet mit Photoshop

Messier 11

heißt auch Wildentenhaufen. Er ist ungefähr 6 000 Lichtjahre entfernt. Es ist ein sehr kompakter offener Sternhaufen. M 11 erscheint am Himmel halb so groß wieder Mond und kann mit einem Fernglas leicht im Sternbild Schild gesehen werden.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
30.07.2021 um 22:30 Uhr
Canon 6D mit Celestron 8
ISO 6400s, 10 x 30  belichtet,
bearbeitet mit Photoshop

Leuchtende Nachtwolken

sind nur in den 6 Wochen um die Sommersonnenwende gegen Mitternacht im Norden zu sehen. Sie entstehen durch Eiskristalle in etwa 80 km Höhe.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
02.07.2021 um 23:30 Uhr
Canon 6D mit 24 mm Objektiv
ISO 400s, 10 s belichtet
bearbeitet mit Photoshop

 

Partielle Sonnnenfinsternis 2021 – Livestream




Ereignisse:

Kapitel (freie Sicht):

Zeit Ereignis
11:34 erster Kontakt (Beginn der Finsternis)
12:34 Maximale Bedeckung
13:38 letzter Kontakt (Ende der Finsternis)

Am 10. Juni können wir in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis beobachten. Der Mond schiebt sich vor die Sonne und deckt sie dabei teilweise ab.

Was wird man in Halle von der Sonnenfinsternis sehen können?

Bei der Finsternis am 10. Juni handelt es sich um eine Ringförmige Sonnenfinsternis. Der Mond schiebt sich vor die Sonne, kann sie jedoch nicht komplett abdecken, der sich gerade in einem erdfernen Punkt auf seiner Bahn befindet. Es bleibt ein Sonnenring sichtbar. Jedoch müssten wir nach Kanada, Grönland oder in die Arktis reisen, um den Mond zentral vor der Sonne sehen zu können.

Ringförmige Sonnenfinsternis
Ringförmige Sonnenfinsternis, Bild: Planetarium Kanena

In Halle (Saale) wird der Mond während der maximalen Verfinsterung um 12:34 Uhr nur etwa 12% der Sonnenscheibe bedecken. Vom ersten Kontakt des Mondes um 11:34 Uhr bis zu seinem Austritt 13:37 Uhr vergehen dabei über zwei Stunden. So haben wir genug Zeit, um während der Mittagspause einen kurzen Blick zur Sonne werfen zu können.

Partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021 - Maximale Verfinsterung
Maximale Verfinsterung in Halle um 12:34 Uhr, Bild: Planetarium Kanena

Wie kann man eine Sonnenfinsternis gefahrlos beobachten?

Für die Beobachtung der Sonne benötigt man eine spezielle Ausrüstung. Eine Sonnenfinsternisbrille ist hierbei schon für wenige Euro zu haben. Doch es gibt noch weitere Beobachtungsmöglichkeiten.

  • Lochkamera kann sehr leicht selbst hergestellt werden. Dazu benötigt man nicht viel mehr als einen Karton oder eine leere Milchpackung.
  • Sonnenfinsternisbrille ist eine einfache und sichere Methode zu Sonnenbeobachtung.
  • Sonnenteleskope bzw. Teleskope, die mit einem entsprechenden Schutzfilter ausgestattet sind, erlauben eine detailreichere Sicht auf die Sonne und verschiedene Oberflächenerscheinungen, wie Sonnenflecken oder Materieauswürfe.
  • Einige Teleskope eignen sich auch zum Abbilden der Sonne auf einen Projektionsschirm.

Achtung: Andere Hilfsmittel, die scheinbar den selben Zweck erfüllen, wie etwa Schweißerbrillen, Rettungsdecken, rußgeschwärzte Scheiben, CDs oder gar mehrere Sonnenbrillen übereinander sind nicht zu empfehlen. Der sichtbare Anteil des Sonnenlichtes wird so zwar zum Teil gut abgedunkelt, doch die nicht sichtbaren Anteile wie beispielsweise UV-Strahlung werden mitunter nicht ausreichend gefiltert. Diese können zu irreparablen Augenschäden führen.

Wie entsteht eine Sonnenfinsternis?

Der Mond bewegt sich auf seiner Bahn einmal in 29,53 Tagen um die Erde. Dabei durchläuft er seine verschiedenen Phasen: Neumond, zunehmender Mond, Vollmond, abnehmender Mond. Diese Phasen entstehen, da wir je nach Stellung des Mondes zur Sonne nur einen bestimmten Teil des von der Sonne halb erleuchteten Mondes sehen.

Mondphasen und Finsternisse
Mondphasen und Finsternisse

Während der Neumondphase zieht der Mond seine Bahn zwischen Sonne und Erde hindurch, sodass die unbeleuchtete Seite des Mondes zur Erde zeigt. Bedeckt der Mond dabei die Sonne und wirft dabei einen Schatten auf die Erde, können wir eine Finsternis sehen.

Während einer partiellen Sonnenfinsternis bedeckt der Mond die Sonne nur teilweise. Die Sonne wirkt „angeknabbert“.

Wann können wir die nächste totale Sonnenfinsternis sehen?

Die letzte partielle Sonnenfinsternis über Halle am 20. März 2015 ist nun schon sechs Jahre her. Dabei bedeckte der Mond über 70% der Sonne. Auf die Nächste müssen wir nicht so lange warten. Bereits nächstes Jahr am 25. Oktober 2022 schiebt sich der Mond wieder vor die Sonne.
Die nächste totale Sonnenfinsternis in Europa ist am 12. August 2026 beispielsweise in Spanien sichtbar. In Deutschland müssen wir noch bis zum 3. September 2081 auf die nächste totale Finsternis warten.