Partielle Sonnnenfinsternis 2021 – Livestream




Ereignisse:

Kapitel (freie Sicht):

Zeit Ereignis
11:34 erster Kontakt (Beginn der Finsternis)
12:34 Maximale Bedeckung
13:38 letzter Kontakt (Ende der Finsternis)

Am 10. Juni können wir in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis beobachten. Der Mond schiebt sich vor die Sonne und deckt sie dabei teilweise ab.

Was wird man in Halle von der Sonnenfinsternis sehen können?

Bei der Finsternis am 10. Juni handelt es sich um eine Ringförmige Sonnenfinsternis. Der Mond schiebt sich vor die Sonne, kann sie jedoch nicht komplett abdecken, der sich gerade in einem erdfernen Punkt auf seiner Bahn befindet. Es bleibt ein Sonnenring sichtbar. Jedoch müssten wir nach Kanada, Grönland oder in die Arktis reisen, um den Mond zentral vor der Sonne sehen zu können.

Ringförmige Sonnenfinsternis
Ringförmige Sonnenfinsternis, Bild: Planetarium Kanena

In Halle (Saale) wird der Mond während der maximalen Verfinsterung um 12:34 Uhr nur etwa 12% der Sonnenscheibe bedecken. Vom ersten Kontakt des Mondes um 11:34 Uhr bis zu seinem Austritt 13:37 Uhr vergehen dabei über zwei Stunden. So haben wir genug Zeit, um während der Mittagspause einen kurzen Blick zur Sonne werfen zu können.

Partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021 - Maximale Verfinsterung
Maximale Verfinsterung in Halle um 12:34 Uhr, Bild: Planetarium Kanena

Wie kann man eine Sonnenfinsternis gefahrlos beobachten?

Für die Beobachtung der Sonne benötigt man eine spezielle Ausrüstung. Eine Sonnenfinsternisbrille ist hierbei schon für wenige Euro zu haben. Doch es gibt noch weitere Beobachtungsmöglichkeiten.

  • Lochkamera kann sehr leicht selbst hergestellt werden. Dazu benötigt man nicht viel mehr als einen Karton oder eine leere Milchpackung.
  • Sonnenfinsternisbrille ist eine einfache und sichere Methode zu Sonnenbeobachtung.
  • Sonnenteleskope bzw. Teleskope, die mit einem entsprechenden Schutzfilter ausgestattet sind, erlauben eine detailreichere Sicht auf die Sonne und verschiedene Oberflächenerscheinungen, wie Sonnenflecken oder Materieauswürfe.
  • Einige Teleskope eignen sich auch zum Abbilden der Sonne auf einen Projektionsschirm.

Achtung: Andere Hilfsmittel, die scheinbar den selben Zweck erfüllen, wie etwa Schweißerbrillen, Rettungsdecken, rußgeschwärzte Scheiben, CDs oder gar mehrere Sonnenbrillen übereinander sind nicht zu empfehlen. Der sichtbare Anteil des Sonnenlichtes wird so zwar zum Teil gut abgedunkelt, doch die nicht sichtbaren Anteile wie beispielsweise UV-Strahlung werden mitunter nicht ausreichend gefiltert. Diese können zu irreparablen Augenschäden führen.

Wie entsteht eine Sonnenfinsternis?

Der Mond bewegt sich auf seiner Bahn einmal in 29,53 Tagen um die Erde. Dabei durchläuft er seine verschiedenen Phasen: Neumond, zunehmender Mond, Vollmond, abnehmender Mond. Diese Phasen entstehen, da wir je nach Stellung des Mondes zur Sonne nur einen bestimmten Teil des von der Sonne halb erleuchteten Mondes sehen.

Mondphasen und Finsternisse
Mondphasen und Finsternisse

Während der Neumondphase zieht der Mond seine Bahn zwischen Sonne und Erde hindurch, sodass die unbeleuchtete Seite des Mondes zur Erde zeigt. Bedeckt der Mond dabei die Sonne und wirft dabei einen Schatten auf die Erde, können wir eine Finsternis sehen.

Während einer partiellen Sonnenfinsternis bedeckt der Mond die Sonne nur teilweise. Die Sonne wirkt „angeknabbert“.

Wann können wir die nächste totale Sonnenfinsternis sehen?

Die letzte partielle Sonnenfinsternis über Halle am 20. März 2015 ist nun schon sechs Jahre her. Dabei bedeckte der Mond über 70% der Sonne. Auf die Nächste müssen wir nicht so lange warten. Bereits nächstes Jahr am 25. Oktober 2022 schiebt sich der Mond wieder vor die Sonne.
Die nächste totale Sonnenfinsternis in Europa ist am 12. August 2026 beispielsweise in Spanien sichtbar. In Deutschland müssen wir noch bis zum 3. September 2081 auf die nächste totale Finsternis warten.

Mars

steht unterhalb der Zwillinge Kastor und Pollux. Gegen 22:30 Uhr sind alle 3 über dem Westhorizont zu sehen.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
31.05.2021 um 22:30 Uhr
Canon 6D mit Celestron 8
ISO 800s, 5 s belichtet
bearbeitet mit Photoshop

Messier 10

ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Schlangenträger. Er ist ungefähr 15 000 Lichtjahre entfernt. Von den 5 Kugelsternhaufen im Sternbild Schlangenträger ist er der zweithellste. Mit einem Fernglas ist er als schwacher Nebelfleck zu sehen. Während der 5 minütigen Belichtung zogen 3 Satelliten durchs Bild.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
29.05.2021 um 23:15 Uhr
Canon 6D mit Celestron 8
ISO 3200s, 10×30 s belichtet
bearbeitet mit Photoshop

Die Venus

ist nun Abendstern. Ihre Sichtbarkeit wird sich in den nächsten Wochen noch deutlich verbessern.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
29.05.2021 um 22:10 Uhr
Canon 6D mit 300mm Brennweite
ISO 400s, 1_4 s belichtet
bearbeitet mit Photoshop

Merkur

(knapp über der Mastspitze) wird in nur 3 Tagen an der Venus vorbeilaufen und in der Abenddämmerung verschwinden.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
25.05.2021 um 22:05 Uhr
Canon 6D mit 300mm Brennweite
ISO 800s, 1_5 s belichtet
bearbeitet mit Photoshop

Ein Sonnenfleck

ist endlich wieder deutlich zu sehen. Mit einem guten Auge sieht man links und rechts daneben noch zwei weitere.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
24.05.2021 um 12:03 Uhr
Canon 6D mit C8
ISO 400s, 1_500s belichtet
bearbeitet mit Photoshop

Merkur und Venus

nähern sich immer weiter an. Venus steht rechts unten am Bildrand, Merkur links oberhalb der Bildmitte.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
21.05.2021 um 22:00 Uhr
Canon 6D mit 105 mm Brennweite
ISO 400s, 1_60s belichtet
bearbeitet mit Photoshop

Messier 13

Eigentlich war es nur ein Test.
Ich wollte einen neuen Filter ausprobieren. Die Nachführung lief ungenau und den Focus hab ich auch nicht getroffen. Wegen der Wolken wurden es nur 15 Aufnahmen.
Der schönste Kugelsternhaufen des nördlichen Sternhimmels Messier 13 im Sternbild Herkules stand gerad günstig.
Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
17.05.2021 um 23:30 Uhr
Canon 6D mit Celestron 8
ISO 12800s, 15x30s belichtet
bearbeitet mit Photoshop
Bemerkung: ungenau Nachführung, nicht im Fokus

Sonnenflecke

sind immer noch relativ selten. Sie entstehen durch Störungen im Magnetfeld der Sonne, wodurch die Temperatur sinkt. Dadurch wird weniger Licht abgestrahlt und sie erscheinen dunkler.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
16.05.2021 um 11:50 Uhr
Canon 6D mit Celestron 8
ISO 8000s, 1_1250s belichtet
bearbeitet mit Photoshop