Happy Halloween!

Halloween beschert uns dieses Jahr einen Blue Moon – einen „Blauen Mond“! So nennt man heute meist den zweiten Vollmond innerhalb eines Monats. Dabei war das nicht immer so.

Bis ins 19. Jahrhundert war Blue Moon die Bezeichnung für den dritten von vier Vollmonden innerhalb einer Jahreszeit. Üblicher Weise gibt es pro Jahreszeit drei Vollmonde, die als erster, zweiter und dritter Vollmond durchnummeriert werden. In seltenen Fällen kommt es jedoch zu einem vierten Vollmond, sodass auf den zweiten Vollmond der Blue Moon folgt. Einen echten Blue Moon sehen wir also erst nächstes Jat im Sommer am 22. August 2021.

Mond

Die neue Bedeutung des Blue Moon als zweiter Vollmond eines Monats geht auf den Artikel „Once in a Blue Moon“ in der Zeitschrift Sky & Telescope von James Hugh Pruett aus dem Jahr 1946 zurück. Der Amateurastronom Pruett hatte einen entsprechenden Text im „Maine Farmers’ Almanac“ falsch interpretiert.
Eines hat sich durch diese Fehlinterpretation nicht geändert. Ein Blue Moon ist ein seltenes Phänomen, sodass Once in a Blue Moon im englischsprachrigen Raum umgangssprachlich oft genutzt wird, um auf die Seltenheit eines Ereignisses hinzuweisen.

P.S.: Sollte der Mond tatsächlich einmal bläulich erscheinen, könnte das an Partikel in der Atmosphäre nach einem Vulkanausbruch liegen, oder daran, dass man länger nicht die Brille geputzt hat. 😉

Die Venus

beherrscht den Morgenhimmel. Bis Ende des Jahres wird sie morgens noch zu sehen sein. Blickrichtung: Osten

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
22.09.2020 um 05:10 Uhr
Canon 6D mit 24 mm Festbrennweite
ISO 3200 10s belichtet
bearbeitet mit Photoshop

Der Cirrusnebel

im Sternbild Schwan ist nur fotografisch so wahrzunehmen. Er ist zwar sehr groß, aber extrem lichtschwach. Den Ursprungsstern der Supernova konnte man noch nicht ermitteln. Die Entfernung beträgt ungefähr 2500 Lichtjahre.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
20.09.2020 20:45-22:30 Uhr
Canon 600D mit Apo-Refraktor 71/450 und Rotfilter
ISO 6400, von 230 Einzelaufnahmen je 30s belichtet konnten 130 genutzt werden,
addiert mit Fitswork, bearbeitet mit Photoshop

 

Der Andromedanebel

trägt die Bezeichnung Messier 31 und ist schon mit bloßem Auge zu sehen. Er ist das am weitesten entfernte Objekt, das man mit bloßem Auge sehen kann. Es ist die uns nächst gelegene Galaxie. Er steht gegen 22 Uhr 45 ° hoch genau im Osten. Mit bloßem Auge ist er gut zu erkennen.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
18.09.2020 22:10-22:30 Uhr
Canon 6D mit Apo-refraktor 71/450
ISO 6400, 25 Einzelaufnahmen je 30s belichtet,
addiert mit Fitswork, bearbeitet mit Photoshop

Das Sommerdreieck

beherrscht den Abendhimmel. Gegen 21 Uhr steht es hoch am Südhimmel über Halle. Links oben Deneb im Sternbild Schwan, rechts oben Wega im Sternbild Leier, unten Altair im Sternbild Adler. Rechts in der Ecke das Licht von Leuna/Buna. Leider.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
17.09.2020 21:48
Canon 6D mit 24mm Festbrennweite
ISO 6400, 14 Einzelaufnahmen je 30s belichtet,
addiert mit Fitswork, bearbeitet mit Photoshop

Der Hantelnebel M 27

ist ein planetarischer Nebel, der ungefähr 1400 Lichtjahre von uns entfernt ist. Mit einem Fernglas sieht man ihn als schwaches Nebelfleckchen. Um Einzelheiten zu erkennen, benötigt man ein mittleres Teleskop. Farben sieht man nur photografisch. Messier 27 befindet sich im Sternbild Füchslein und steht jetzt gegen 23 Uhr im Süden fast 60° hoch.
In einigen Milliarden Jahren wird die Sonne einen Teil ihrer Masse abgeben, der dann auch einen planetarischen Nebel bildet.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
31.07.2020 23:30 bis 00:30 Uhr
Canon 6D mit Celestron 8
ISO 3200, 50 Einzelaufnahmen je 60s belichtet,
addiert mit Deepskystacker, bearbeitet mit Photoshop

Endlich wieder ein Sonnenfleck

 

Nach vielen Monaten kann man endlich wieder einen Sonnenfleck erkennen. Aber nicht mit bloßem Auge. Man benötigt dafür schon ein Teleskop mit Sonnenfilter.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
30.07.2020 14:35 Uhr
Canon 6D mit Celestron 8 mit Sonnenfilter
ISO 200, Einzelaufnahme 1/500 s belichtet

Der Komet Neowise

ist nur noch wenige Tage am Abendhimmel mit bloßem Auge zu sehen. Auch wenn er der Erde jetzt am nächsten steht, wird er immer schwächer, da der Sonnenabstand ständig zunimmt. Deshalb wird er in wenigen Tagen nur noch mit Teleskop zu sehen sein. Auf eine Wiederkehrt brauchen wir bei einer Umlaufzeit von 5000 bis 7000 Jahren nicht zu warten.

Aufnahmedaten:
Halle-Bruckdorf
21.07.2020 23:21 Uhr
Canon 6D mit 24mm Festobjektiv und Nachtlichtfilter,
ISO 3200, Einzelaufnahme 10 s belichtet