Gemeinsamer Beobachtungsabend bei Detlef Fliege am 04.05.2006

Das Hoch Paul bescherte uns einen wolkenlosen Himmel. Gegen 20.30 Uhr bauten wir die Technik auf. An diesem Abend standen den Beobachtern drei Teleskope zur Verfügung. Das erste Objekt war der Mond, der zur Hälfte beleuchtet war. Der Blick richtete sich auf das Mare Serenitatis. Mit dem 10” Schmidt-Newton sah man in dem Mare Wellen erstarrter Lava. Sie muss beim Füllen des riesigen Kraters vor ca. 3,8 Milliarden Jahren sehr dünnflüssig gewesen sein. Bei einigen Kratern konnte man mehrere Zentralberge erkennen. Der Meniskas lieferte am Mond ein etwas kontrastreicheres Bild.

Jupiter stand etwas zu tief. Die Atmosphäre ließ das Planetenscheibchen leider nur hin und her tanzen. So suchten und fanden wir im Laufe des Abends die Kugelsternhaufen M3, M13, die Galaxie M51 (leider kaum zu sehen durch störendes Mondlicht) und den Doppelstern Mizar im Großen Wagen.

Der Mond

Aufnahme: Torsten Klepzig, 14.03.2008, 20:20 Uhr MEZ, Mondalter 7 Tage
Aufnahme: Torsten Klepzig, 14.03.2008, 20:20 Uhr MEZ, Mondalter 7 Tage
Der Mond ist unser nächster Nachbar im All. Er ist mit ca. 385 000 km nah genug, um Einzelheiten seiner Oberfläche schon mit einem Feldstecher sehen zu können. Man sollte Luna aber nicht bei Vollmond betrachten.

Bei seinen verschiedenen Phasengestalten werfen die Krater und Gebirgsketten ihre Schatten. Am sogenannten Terminator (Licht-Schattengrenze) kann man die einzelnen Formationen am besten beobachten.

Mit einem Teleskop werden noch andere Oberflächenmerkmale sichtbar. In den Maria (dunkle Flächen) sind wellenartige Strukturen erkennbar. Ein Spaziergang auf der Mondoberfläche begeistert immer wieder.

Mondkarte

Aufnahme: Torsten Klepzig, 14.03.2008, 20:20 Uhr MEZ, Mondalter 7 Tage
Aufnahme: Torsten Klepzig
Aufnahme: Torsten Klepzig, 14.03.2008, 20:20 Uhr MEZ, Mondalter 7 Tage
Aufnahme: Torsten Klepzig, Mondalter 8 Tage
Aufnahme: Torsten Klepzig, 14.03.2008, 20:20 Uhr MEZ, Mondalter 7 Tage
Aufnahme: Torsten Klepzig, 14.03.2008, 20:20 Uhr MEZ, Mondalter 7 Tage

Komet Holmes 0411

Der Komet bewegt sich recht langsam im Sternbild Perseus. Er wird uns noch ein paar Wochen recht hell erhalten bleiben. Wenn man die Aufnahmen hier vom 04.11.2007 mit denen der vergangenen Tage vergleicht, hat sich nicht nur der Himmelshintergrund, sondern auch der Komet selbst etwas verändert.

Komet mit blossem Auge sichtbar

Der periodische Komet 17P/Holmes ist seit einigen Tagen mit blossem Auge am nächtlichem Himmel zu sehen. Er hat innerhalb kürzester Zeit einen drastischen Helligkeitssprung gemacht. Der Komet ist im Sternbild Perseus nahe alpha Persi zu finden. Entdeckt wurde der Komet schon vor 115 Jahren, als der englische Astronom Edwin Holmes mit seinem Spiegelteleskop die Andromedagalaxie beobachten wollte. Unweit davon sah er den hellen Kometen.

Thomas Ehrenhardt sind ein paar sehr schöne Fotos des Kometen gelungen.

Beobachtungsabend mit einer Schülergruppe der KGS “Ulrich von Hutten” Halle

Gestern, den 27.01.2006, war der Sternhimmel so klar wie lange nicht mehr. Zu Gast waren gegen 19 Uhr Gymnasialschüler der 10. Klasse von der KGS “Ulrich von Hutten”. Nach ein wenig Theorie schauten wir zu den Sternen. Jetzt konnten die Schüler ihr erlerntes Wissen aus der Schule und dem Planetarium am natürlichen Sternhimmel testen. Das Aufsuchen der Sternbilder oder der Blick durch eines der drei Teleskope war für die Schüler ein großes Erlebnis. Viele sahen zum ersten Mal die Ringe des Saturn oder die Schönheit des großen Orionnebel. Die Zeit verging wie im Flug und bei -10°C hatten einige schon “Eisbeine”. Aber die tauten nach einer Tasse heißem Tee und Glühwein wieder auf. Gegen 21.30 Uhr verabschiedeten sich die Schüler. Die Begeisterung war den jungen Leuten ins Gesicht geschrieben. Einige sagten: “ So habe ich den Himmel noch nie gesehen.”

Schülergruppe der KGS “Ulrich von Hutten”
Schülergruppe der KGS “Ulrich von Hutten”
Schülergruppe der KGS “Ulrich von Hutten”
Schülergruppe der KGS “Ulrich von Hutten”

Sonne

Ein Blick zur Sonne lohnt sich auch mal wieder. Sie hat ein paar schöne Sonnenflecken zu bieten.
Achtung!!! Nie ohne geeigneten Schutz in die Sonne blicken! Erblindungsgefahr!

 Sonne, 21.03.04 Aufnahme: ©Torsten Klepzig
Sonne, 21.03.04 Aufnahme: ©Torsten Klepzig

Sonnenflecken

Sehr schön sind Strukturen in den Flecken auf der Sonnenoberfläche zu erkennen. Den schwarzen Kern der größeren Flecken umgibt ein hellerer Hof.

Sonnenflecken, 21.03.04 15.20Uhr Aufnahme: ©Torsten Klepzig
Sonnenflecken, 21.03.04 15.20Uhr Aufnahme: ©Torsten Klepzig