Adventskalender 2020

Jeden Tag gibt es eine neue Überraschung in unserem Adventskalender.

X
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24

aber erst nach dem Aufstehen reinschaun 🙂

Drachenfüttern leicht gemacht – Die Mondfinsternis am 21. Januar 2019

Wenn der Mond auf seiner Bahn durch einen der „Drachenpunkte“ wandert, dann bekommen wir eine Sonnen- oder eine Mondfinsternis.
Zum Glück spuckt der „Drache“ den Mond bzw. die Sonne immerwieder aus, so haben wir stets aufs neue Gelegenheit, schöne Fotos davon aufzunehmen.

Diesen Montag war es wieder soweit. Ich fand es mal ganz spannend, das Augenmerk auf den Lauf des Mondes durch den Kernschatten der Erde zu legen.

Die Vergrößerung mit dem Teleskop liefert dabei einen zu kleinen Ausschnitt vom Himmel. Also wurde die Kamera mit einem 300mm Objektiv auf das Teleskop geschnallt, und motorisiert mit dem Mittelpunkt des Kernschattens mitgeführt.

Mondfinsternis am 21.01.2019
Mondfinsternis am 21.01.2019

Die Erddrehung kann man damit schon ausgleichen. Nur leider klappte das bei mir nicht ganz perfekt, denn innerhalb des laaaaaangen Ereignisse driftete das Bild doch ein wenig auf meinen Aufnahmen weg.

Was also tun?

Die Fotos sind schön gleichmäßig durch einen Timer aller 20  Sekunden belichtet, und das nutzen wir aus. Fürs erste könnte man das Bild also bei jedem Schnappschuß ein Stück verschieben. Aber wieviel und wohin? Mit einem kleinen Python-Script und OpenCV  werden die Fotos nacheinander angezeigt und an einer festen Position um einen kleinen Stern eine Markierung eingeblendet.

Markierung zur Driftkorrektur (der kleine rote Kringel ist gemeint)
Markierung zur Driftkorrektur (der kleine rote Kringel ist gemeint)

Anhand dieser Marke konnte ich jetzt mit Versuch und Irrtum ausprobieren, wieviel Verschiebung in X- und Y-Richtung alle 20 Sekunden dafür sorgen, daß der Stern innerhalb meiner Markierung bleibt.

Check – Erstes Problem gelöst!

Jetzt habe ich ebenfalls mittels Probieren einen Kreis so in das nun still stehende Bild gezeichnet, daß die Rundung des Schattens auf dem Mond (beim Ein- und Austritt des Mondes in den bzw. aus dem Kernschatten) zum Kreis passen.

Beginn der Totalität
Beginn der Totalität
Ende der Totalität (man erkennt die nachträgliche Bildverschiebung am schwarzen Rand links und unten)
Ende der Totalität (man erkennt die nachträgliche Bildverschiebung am schwarzen Rand links und unten)

Das ist viel kniffliger als erwartet –  3 Freiheitsgrade: Radius, x-Wert und y-Wert des Mittelpunktes.
Der eingezeichnete Kernschatten ist natürlich nur eine Schätzung, im Ergebnis sieht es aber richtig aus 🙂

Das Schöne an der Methode ist, daß man sie genauso gut auf einem Projektionsschirm durchführen könnte, ganz ohne Hitec.

Nun noch das Datum ins Bild einfügen

Die Kamera speichert in „Exif“-Informationen neben vielen, weniger spannenden Dingen auch Datum und Uhrzeit – wenn man die Uhr richtig gestellt hätte.

Ein kluger Tip hat mich auf die Idee gebracht, mit der „falschen“ Uhrzeit einfach die Internet-Atomuhr abzufotografieren.

Tolle Idee – jetzt weiß ich genau, wieviel ich korrigieren muß.

Mein kleines Script erledigt auch diese Aufgabe und schreibt die Zeit zu jedem einzelnen Bild oben in die Ecke.

Lehren wir die Bilder Laufen

Nun kann man alle Bilder mit VirtualDub zu einem Filmchen verkleben und alles auf sich wirken lassen.

 

Mein Vergleich mit den vorberechneten Eckdaten vom 3. und 4. Kontakt (Ein- und Austritt aus dem Kernschatten) stimmen mich zuversichtlich, keinen Mist gebaut zu haben.

Beginn der totalen Phase (3. Kontakt): 05.41 Uhr MEZ
Maximale Verfinsterung: 06.12 Uhr MEZ
Ende der totalen Phase (4. Kontakt): 06.43 Uhr MEZ

(Quelle: http://www.mofi2019.de)

Was kann man besser machen?

Für alle Besserwisser da draußen: Man kann natürlich noch vieles optimieren.
Die Nachführung wäre mit einem Autoguider sicher genauer. Das nachträgliche Verschieben der Bilder könnte man analog einem Autoguider in Software nachregeln, ganz ohne Rumprobieren. Mein Script hätte auch gleich ein fertiges Video schreiben können. Und die Uhr richtig zustellen, ist immer eine gute Idee. Auch wäre eine mathematische Vorabbetrachtung über den Kernschatten Radius in der Entfernung des Mondes eine deutliche Genauigkeitssteigerung.
Ihr habt natürlich recht – aber es hat so auch echt Spaß gemacht 😉

Ich bin aber dankbar für noch mehr Tips.

Earth-Hour 2017 – Halle schaltet das Licht aus

Nach einer kleinen Panne in der Vergangenheit (2014) hat es heute hervorragend geklappt. Halle schaltet das Licht ab – vom Roten Turm und der Marktkirche.

Die Earth-Hour hat zugeschlagen!

Als die Lichter 21:30 wieder erstrahlten, haben wir dieses mal zugeschaut:

(Danke an Halles Stadtverwaltung für die WebCam auf dem Marktplatz)

Als Sternenfreunde wünschen wir uns natürlich manchmal mehr – bzw. weniger Licht.

Kurz nach 22:00 haben Subway, Galleria, Thalia und NewYorker ihr Licht auch ausgeschaltet – für mehr als eine Stunde. Hier der Vergleich:

Nachtruhe auf dem Markt

Earth-Hour Halle Markt

Trotzdem ein passendes Zeichen zum heutigen Astronomie-Tag der VDS.

Huckepack-DSLR-Halterung fürs Vixen-Teleskop Typ RII4M

Endlich habe ich eine Nachführung für mein Teleskop. Das Vixen RII4M ist ein Spiegelteleskop alá Newton, dh. man schaut senkrecht in den Tubus – also ganz woanders hin, als man mit dem Rohr zielt. Da macht das Suchen kleiner Objekte für den Anfänger erstmal überhaupt keinen Spaß. Zum Glück ist die Montierung paralaktisch, so daß man nicht immer wieder neu suchen muß, falls die Erde sich gerade mal wieder ein Stück gedreht hat.

Vixen - Spiegelteleskop
Vixen – Spiegelteleskop

Aber auch immer wieder nachdrehen nervt. Das erklärt dann wohl den vielen Staub auf dem schönen Teleskop .. und hier kommt die motorisierte Nachführung ins Spiel.

Vixen mit Motor-Nachführung
Vixen mit Motor-Nachführung

Wie es sich gehört wird mit dem Paket aus dem Versandhaus gleich 2 Wochen schlechtes Wetter gratis geliefert (sorry liebe Sternfreunde, es war keine Absicht :P).

Wenn ich aber schon warten muß, kann ich in der Zeit etwas Sinnvolles tun. Ich fummle die Digitale-Spiegelreflex-Kamera ans Rohr!

Mein Maßband zeigt für das Rohr 44,3 cm Umfang an. Dank Schulbildung und Taschenrechner ermittle ich also 14,1 cm Durchmesser.

Damit kann man prächtig eine Schelle formen, die sich zerstörungsfrei um den Tubus schmiegt. Da mir Blech und Schere nicht zur Hand sind, hacke ich die Zahlen in den Computer und erzeuge ein 3D-Modell.

Schelle für das Vixen Teleskop
Schelle für das Vixen Teleskop

der 3D-Drucker macht aus der Idee Realität.

Als nächstes muß die Kamera leicht zu Montieren und zu Lösen sein. Die handelsüblichen Foto-Stative bringen sogenannte Quick-Release-Halterungen mit. Genau sowas will ich auch!

Fotostativ mit Quick-Release-Montierung
Fotostativ mit Quick-Release-Montierung

Mach ich jetzt mein schönes Stativ kaputt oder hole ich mir ein Neues zum zerstören ? Schopping fällt aus, denn es ist Sonntag, also was solls! Her mit dem Internet – da muß doch was möglich sein.

Auf Thingiverse.com finde ich eine der o.g. Halterungen: http://www.thingiverse.com/thing:1219907

Quick-Release-Halterung von Thingiverse.com
Quick-Release-Halterung von Thingiverse.com

Auch dieser Punkt geht an den 3D-Drucker! 2,5 Stunden später hole ich das passgenau Stück Plastik aus dem Drucker.

Jetzt noch zwei Schräubchen A und B, die Schelle C mit Halterung D ganz ohne IKEA -Anleitung verbinden.

Et voilà – es sitzt.

Selbstbau Quick-Release-Montierung Ja, Rosa - Na und ?!
Selbstbau Quick-Release-Montierung

Ja, Rosa – Na und ?!

Halterung für Spielgelreflex-Kamera, huckepack auf dem Vixen-Teleskop
Halterung für Spielgelreflex-Kamera, huckepack auf dem Vixen-Teleskop
Selfie der DSLR auf dem Teleskop
Selfie der DSLR auf dem Teleskop

Jetzt auf gutes Wetter lauern und dann…

Wettlauf der Monde

Ein kleine Veranschaulichung der Geschwindigkeiten einiger bekannter Monde im maßstäblichen Größenverleich:

auf die Plätze – Fertig – LOS!

 



Ihr Browser unterstützt diese Funktion leider noch nicht.

..für ein neues Rennen Seite neuladen (F5)

Zum Rennen angetreten sind: